Ornament


Anlässlich der Ausstellung Resumé in der Galerie The Box

(27.Okt.2012 - 30.Nov.2012)


Wolf Raskin studierte Malerei an der Akademie voor beeldende Kunsten, Maastricht (1995-98) und bei Georg Herold (1998-99). Die Malerei Raskin's beschränkt sich nicht auf das formalistische Spiel aus Form und Farbe. Mittels einer virtuosen Abstraktion generiert sie eine gegenständliche Realität, die uns einen Spiegel der inneren Zustände des allzu menschlichen Daseins anbietet. Düstere Themen, so könnte man vermuten erzeugen düstere Bilder, aber genau hier setzt der Maler einen Kontrapunkt. Die Farbpalette Raskin's belehrt uns eines Besseren. Er verwendet frische bis zu strahlende Farben, die aus der Schwere des Inhalts (fast) leicht schwebende Weltzustände hervorbringen. In einer Realität, die von Unzulänglichkeiten, falschen Handlungsansätzen und vor allem materialistischem Lust(zu)gewinn geprägt ist, erscheinen die Tafeln Raskin's wie Sezierschnitte mitten durch die menschliche Psyche. Gleichzeitig sind es Partituren der Seele, von denen wir uns nicht emanzipieren können, ohne uns selbst zu hinterfragen. Wenn Kunst zu berühren vermag, dann hier an der Schwelle schwer zugänglicher innerer Zustände. Raskin's Ouevre führt uns wieder ein Stück in Richtung der hellen Lichtung, in der Erkennen und Verstehen zu einer wundervollen Erfahrung des menschlichen Daseins werden können.

 



Reimund Jonen
im Okt. 2012

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